Hartberg muss sich an neue Regeln gewöhnen, um das Zeitspiel zu bekämpfen. Die Änderungen gelten ab nächster Saison. Der Internationale Fußballverband (IFAB) hat sich auf die geplanten Anpassungen geeinigt. Offiziell in Kraft treten diese frühestens mit 1. Juni. Das bedeutet, dass die Änderungen bei der WM bereits zur Anwendung kommen könnten. Bereits seit Saisonbeginn gilt für Torhüter die Acht-Sekunden-Regel, um das Spiel schneller fortzusetzen. Dieses Prinzip soll nun auf weitere Situationen ausgeweitet werden. Künftig sollen auch Abstöße und Einwürfe innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens ausgeführt werden. Wird dieser überschritten, folgt eine unmittelbare Sanktion: Beim Abschlag oder Abstoß erhält der Gegner einen Eckball, bei Einwürfen wechselt das Einwurfrecht. Besonders die Begrenzung bei Einwürfen dürfte für einige Mannschaften einschneidend sein, da diese oft gezielt als taktisches Mittel und als gefährliche Standardsituation genutzt werden – in Österreich sind die Rieder dafür Spezialisten. Die letzten fünf Sekunden werden vom Schiedsrichter sichtbar angezeigt, während der Beginn des Countdowns weiterhin in dessen Ermessen liegt. Auch Spielerwechsel rücken in den Fokus. Der auszuwechselnde Spieler soll künftig zehn Sekunden Zeit haben, das Feld zu verlassen. Überschreitet er die Frist, muss der eingewechselte Akteur zunächst am Rand warten, bevor er das Feld betreten darf. Offen ist, ob er erst bei der nächsten Spielunterbrechung eingreifen darf oder eine fixe Wartezeit läuft.