Hartberg muss sich nach einem neuen Torwarttrainer umsehen. Christian Dobnik, der bisherige Keeper-Coach, verlässt den Bundesligisten überraschend in Richtung Griechenland. Der 38-Jährige hat ein Angebot des griechischen Meisters AEK Athen angenommen und wird das Team in den kommenden Tagen verlassen.

Aktuell steht Hartberg in der Bundesliga-Tabelle auf dem 6. Platz. Mit 33 Punkten aus 22 Spielen (8 Siege, 9 Unentschieden, 5 Niederlagen) liegt man nur fünf Zähler hinter Spitzenreiter Sturm Graz. Die Mannschaft von Trainer Markus Schopp hat dabei 29 Tore erzielt und 24 Gegentreffer kassiert – eine solide Bilanz.

Wer springt vorerst ein?

Beim Vormittagstraining am Freitag tauchte plötzlich ein bekanntes Gesicht auf: Ex-ÖFB-Teamtorhüter Christian Gratzei half als Goalie-Coach aus. „Ich helfe nur aus“, grinste der 44-Jährige, der selbst 77 Bundesliga-Spiele für Hartberg absolviert hat. Gratzei wird aber nicht der feste Nachfolger von Dobnik.

Trainer Markus Schopp sucht nun aktiv nach einem neuen Torwarttrainer. Der Zeitpunkt ist knifflig, mitten in der Saisonvorbereitung. Dobniks Abgang kam für den Verein überraschend, auch wenn das Angebot aus Athen sportlich reizvoll war.

Was bedeutet das für Hartberg?

Der Verlust eines spezialisierten Trainers ist nie ideal, besonders nicht während der laufenden Spielzeit. Dobnik hatte in den letzten Jahren einen guten Ruf aufgebaut. Seine Arbeit mit den Hartberg-Keepern trug zur soliden Defensivleistung bei – nur 24 Gegentore in 22 Partien sprechen eine klare Sprache.

Doch der Verein reagierte schnell. Mit Gratzei steht ein erfahrener Mann bereit, der den Klub und die Liga in- und auswendig kennt. Die interne Lösung gibt dem Team Zeit, einen passenden Nachfolger zu finden.

Wie geht es weiter?

Die Verantwortlichen um Sportdirektor und Trainer Schopp werden in den nächsten Tagen Gespräche führen. Ein externer Kandidat soll den Posten langfristig übernehmen. Bis dahin bleibt Gratzei an Bord und sorgt für Stabilität im Training.

Hartberg hat in dieser Saison schon gezeigt, dass es mit Rückschlägen umgehen kann. Die Mannschaft kämpft um einen Platz in der Meistergruppe. Ein neuer Torwarttrainer soll diesen Weg unterstützen – egal ob aus Österreich oder dem Ausland.