Hartberg hat am Freitagabend den Transfer von Elias Havel zum italienischen Erstligisten CFC Genua bestätigt – ein Deal im Wert von rund 2 Millionen Euro, der den TSV erneut als Talent‑Export positioniert.

Wie kam es zum Wechsel?

Elias Havel, 23, kam im Sommer 2024 von LASK auf Leihbasis nach Hartberg. Nach einer durchwachsenen Anfangsphase wurde die Leihe im Juli 2025 verlängert, und Havel entwickelte sich im Saisonverlauf zum drittbesten Torschützen der österreichischen Bundesliga. In 30 Einsätzen erzielte er 13 Treffer. Im März 2026 nutzte Hartberg eine Kaufoption und sicherte sich den Stürmer für 300 000 Euro, wobei LASK laut Berichten am Weiterverkauf beteiligt sein soll.

Warum ist der Deal wichtig für Hartberg?

Der Transfer bestätigt die Strategie von Präsident Erich Korherr, junge Talente zu fördern und anschließend gewinnbringend zu veräußern. Korherr betonte, dass Havel trotz einer frühen Verletzung hart gearbeitet habe und mit seiner Geschwindigkeit sowie seinem Torinstinkt das Interesse europäischer Top‑5‑Ligen geweckt habe. Der 2‑Millionen‑Euro‑Erlös folgt nur wenige Tage nach dem Verkauf von Tom Ritzy Hülsmann für 2,5 Millionen Euro an Reims.

Was bedeutet das für die aktuelle Saison?

Hartberg steht derzeit auf dem 6. Tabellenplatz in der Bundesliga mit 33 Punkten aus 22 Spielen (8 Siege, 9 Unentschieden, 5 Niederlagen). Die Mannschaft hat bislang 29 Tore erzielt und 24 kassiert, also ein Plus von fünf. Trotz des Verlusts von Havel liegt der Klub noch fünf Punkte hinter Tabellenführer Sturm Graz im Titelrennen. Der Abgang könnte die Offensivkraft mindern, doch die Vereinsführung sieht im Verkauf eine Chance, weitere Investitionen zu finanzieren.

Was erwartet Havel in Genua?

CFC Genua, derzeit 16. in der abgelaufenen Serie‑A‑Saison, hat keine Vertragslaufzeit veröffentlicht, zog jedoch eine Ausstiegsklausel ein. Der Stürmer soll sofort in die Startelf integriert werden und mit seiner Schnelligkeit das Angriffsspiel der Italiener beleben. Trainer Daniele De Rossi wird Havel voraussichtlich als Mittelstürmer einsetzen, wo er seine Torinstinkte weiter ausbauen kann.

Hartberg bleibt trotz des Abschieds optimistisch. Der Klub plant, die Transfererlöse in die Nachwuchsförderung zu stecken und hofft, im Sommer weitere Talente zu entdecken, die den Sprung in die Top‑Ligen schaffen können.